Im Büro steht ein Server, gekauft irgendwann zwischen 2016 und 2020. Er läuft zuverlässig, auf ihm liegen Buchhaltung, Auftragsverwaltung und die gemeinsamen Ordner. Seit Jahren hat niemand groß über ihn nachgedacht, und eigentlich spricht das für ihn. Gerade jetzt lohnt sich aber ein genauer Blick, denn am 12. Januar 2027 stellt Microsoft die Sicherheitsupdates für Windows Server 2016 ein.
Was das End of Life von Windows Server 2016 bedeutet
Zunächst einmal nichts, was Sie bemerken würden. Der Server startet am Tag danach wie immer, und alle Programme laufen weiter. Der Unterschied liegt im Hintergrund: Microsoft veröffentlicht für Windows Server 2016 keine Sicherheitsupdates mehr. Wird danach eine neue Lücke bekannt, bleibt sie auf Ihrem Server offen. Angreifer wissen das und suchen gezielt nach Systemen, die niemand mehr pflegt.
Mit der Zeit kommt ein zweites Problem dazu. Hersteller von Branchensoftware geben neue Versionen ihrer Programme irgendwann nur noch für aktuelle Serverversionen frei. Spätestens beim nächsten größeren Update der Warenwirtschaft oder der Buchhaltung wird es dann eng.
Ist unser Server betroffen?
Das lässt sich in einer Minute prüfen. Melden Sie sich am Server an, tippen Sie im Startmenü winver ein und drücken Sie Enter. Windows zeigt dann ein kleines Fenster mit der Version. Steht dort Windows Server 2016, gilt das Datum auch für Sie. Läuft der Server als virtuelle Maschine, etwa unter Hyper-V oder VMware, prüfen Sie jede virtuelle Maschine einzeln.
Haben Sie selbst keinen Zugang zum Server, kann Ihnen Ihr IT-Dienstleister die Version sofort sagen. Fragen Sie bei der Gelegenheit gleich, ob es schon einen Plan und einen Termin für die Ablösung gibt.
Und was ist mit Windows Server 2012 und 2019?
Für Windows Server 2012 und 2012 R2 ist die Frist bereits abgelaufen. Die regulären Updates endeten im Oktober 2023, die kostenpflichtige Verlängerung lief am 13. Oktober 2026 aus. Wer noch einen solchen Server betreibt, sollte nicht bis Januar warten.
Windows Server 2019 bekommt laut Microsoft noch bis zum 9. Januar 2029 Sicherheitsupdates. Steht bei Ihnen ein 2019er neben einem 2016er, plant man beide am besten zusammen. Dann wird nur einmal umgebaut.
Lassen sich die Updates verlängern?
Ja. Microsoft bietet für Windows Server 2016 sogenannte Extended Security Updates an, kurz ESU, für bis zu drei weitere Jahre. Die Verlängerung kostet jedes Jahr Geld, und der Preis hängt von der Edition und der Zahl der Prozessorkerne ab. Verbindliche Preise erfahren Sie beim Lizenzhändler. Wichtig ist vor allem: Microsoft sieht ESU ausdrücklich als Übergang. Sinnvoll ist das, wenn eine Umstellung gerade nicht passt, zum Beispiel weil der Hersteller Ihrer Branchensoftware die neue Serverversion noch nicht freigegeben hat.
Welche Wege es nach dem Support-Ende gibt
Meist läuft es auf einen von vier Wegen hinaus. Der Server bekommt ein neues Betriebssystem, zum Beispiel Windows Server 2025, und die vorhandene Hardware bleibt. Das geht, wenn die Hardware dafür noch geeignet ist, und ist oft der günstigste Weg. Oder ein neuer Server ersetzt den alten, und Daten, Programme und Freigaben ziehen um. Dann sollten Sie Lieferzeiten einplanen.
Ein dritter Weg führt teilweise in die Cloud: E-Mail, Dateiablage oder einzelne Programme wandern aus, und der Server wird kleiner oder fällt ganz weg. Der vierte Weg ist die bezahlte Verlängerung, die Ihnen Zeit verschafft, das Problem aber nur verschiebt.
Welcher Weg sich rechnet, hängt vor allem davon ab, was auf dem Server läuft. Eine Dateiablage ist schnell umgezogen. Eine ältere Branchensoftware, deren Hersteller nur bestimmte Versionen unterstützt, braucht mehr Vorbereitung.
Wann Sie anfangen sollten
Bis zum 12. Januar bleiben knapp zwölf Wochen, und dazwischen liegen die Feiertage. Wer neue Hardware braucht oder auf den Hersteller einer Branchensoftware warten muss, sollte sich im November darum kümmern. Bis Januar muss nicht alles umgebaut sein. Sie sollten aber wissen, was auf dem Server läuft, und eine Entscheidung getroffen haben.
Häufige Fragen zum Support-Ende von Windows Server 2016
Bis wann bekommt Windows Server 2016 Sicherheitsupdates?
Bis zum 12. Januar 2027. Der reguläre Support ist schon im Januar 2022 ausgelaufen, seitdem gibt es nur noch Sicherheitsupdates.
Was passiert mit dem Server nach dem 12. Januar 2027?
Er läuft weiter, bekommt aber keine Sicherheitsupdates mehr. Neue Lücken bleiben offen, und Hersteller von Branchensoftware stellen die Unterstützung für die alte Version nach und nach ein.
Gibt es Sicherheitsupdates über den 12. Januar 2027 hinaus?
Ja, als kostenpflichtige Extended Security Updates von Microsoft, für bis zu drei weitere Jahre. Den Preis nennt der Lizenzhändler. ESU ist als Übergang gedacht und keine Dauerlösung.
Gibt es Managed Services für Windows Server?
Ja. Bei uns gehören Server zur laufenden Betreuung: Wir halten sie aktuell, überwachen sie und planen den Wechsel auf ein neueres System mit. Mehr dazu unter Server und Netzwerk betreuen lassen.
Wo finde ich die offiziellen Angaben von Microsoft?
Auf der Lifecycle-Seite von Microsoft zu Windows Server 2016.
Welcher IT-Dienstleister in Erfurt hilft beim Support-Ende von Windows Server 2016?
ITHeld24 prüft Ihren Server vor Ort, bis zu zwei Stunden, und erstellt einen schriftlichen Plan. Der Ablösecheck kostet 590 € zzgl. MwSt. pro Server, die Anfahrt im Umkreis von 30 Kilometern um Erfurt ist inklusive. Mehr dazu im Ablösecheck für Windows Server 2016.
Der Ablösecheck von ITHeld24
Für Betriebe in Erfurt und im Umkreis von 30 Kilometern prüfen wir Ihren Server vor Ort. Sie bekommen danach schriftlich, was auf dem Server läuft und was davon abhängt, ob die Hardware für Windows Server 2025 geeignet ist, eine Empfehlung mit Zeitplan und die Kosten der Wege über drei Jahre im Vergleich. Der Ablösecheck kostet 590 € zzgl. MwSt. pro Server, die Anfahrt ist inklusive.