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WLAN im Restaurant: Warum das Kartenterminal immer samstags streikt

Volles Haus, und plötzlich geht keine Kartenzahlung mehr durch. Schuld ist meistens das WLAN. Woran es hakt und was wirklich hilft.

Samstag, kurz nach acht, alle Tische sind belegt. Am Tresen steht eine Gruppe, die zahlen will, und das Kartenterminal zeigt nur „Verbindung fehlgeschlagen“. Zweiter Versuch, dritter Versuch. Irgendwann legt einer Bargeld hin, der Rest wartet.

Schaut man sich solche Fälle genauer an, ist das Terminal fast nie kaputt. Das Problem ist das WLAN, genauer gesagt: Es muss für alles gleichzeitig herhalten.

Ein Router für alles

In vielen Lokalen hängt immer noch ein einziger Router vom Internetanbieter im Lager oder im Keller. Daran laufen die Kasse, das Kartenterminal, der Bondrucker in der Küche, der Büro-PC und jeder Gast, der nach dem WLAN-Passwort gefragt hat. Unter der Woche merkt man davon nichts. Am Wochenende sitzen aber dreißig Leute mit ihren Handys im selben Netz, schauen Videos oder lassen Updates laufen. Die Leitung ist voll, und das Terminal kommt nicht mehr durch.

Dazu kommt etwas, woran selten jemand denkt: Wer im Gäste-WLAN ist, hängt damit im selben Netz wie Ihre Kasse. Das muss nicht sein.

Gäste bekommen ihr eigenes Netz

Die wichtigste Maßnahme ist deshalb auch die einfachste. Gäste bekommen ein eigenes Netz, das mit Kasse und Büro nichts zu tun hat, und jedes Handy darin nur eine begrenzte Bandbreite. Für Nachrichten, Surfen und auch mal ein Video reicht das völlig. Nur kann eben niemand mehr die ganze Leitung für sich beanspruchen.

Kasse und Kartenterminal gehören, wenn es irgendwie geht, ans Kabel. Ein Netzwerkkabel zum Tresen kostet meist weniger als ein einziger verkorkster Samstagabend. Wo sich kein Kabel verlegen lässt, bekommen die Geräte ein eigenes Funknetz, das Vorrang hat.

Mehr Repeater helfen selten

Ist das WLAN auf der Terrasse oder im hinteren Gastraum schwach, wird gern ein Repeater aus dem Elektromarkt in die Steckdose gesteckt. Das macht es oft schlimmer. Repeater halbieren die Geschwindigkeit und steigen unter Last gern aus. Dicke Altbauwände, Gewölbekeller und die vielen Edelstahlflächen in der Küche tun ihr Übriges.

Besser funktionieren zwei oder drei richtige Access Points an der Decke, die per Kabel am Netz hängen. Das ist beim Einbau einmal etwas Aufwand, danach ist Ruhe.

Wenn die Leitung ganz weg ist

Manchmal ist gar nicht das WLAN schuld, sondern die Internetleitung selbst fällt aus. Dann geht auch mit dem besten Netzwerk keine Kartenzahlung durch. Für diesen Fall gibt es Ersatzverbindungen über Mobilfunk, die sich automatisch einschalten. Die kosten im Monat nicht viel und halten Kasse und Terminals am Laufen, bis der Anbieter die Störung behoben hat.

Und danach?

Ein ordentlich eingerichtetes Netz läuft dann meist jahrelang ohne Theater. Ab und zu brauchen Router und Access Points ein Sicherheitsupdate, und das Gäste-Passwort sollte nicht seit der Eröffnung dasselbe sein.

Falls gerade auch die Kasse Thema ist: Was es mit ablaufenden TSE-Zertifikaten auf sich hat, steht in unserem Artikel TSE-Zertifikat läuft ab. Und was Sie tun können, wenn es mitten im Betrieb doch einmal hakt, haben wir unter EDV-Notdienst für Gastronomie und Handwerk aufgeschrieben.

Wenn Sie wissen möchten, wie es um das WLAN in Ihrem Betrieb steht, kommen wir beim kostenlosen EDV-Check vorbei und schauen es uns an. Am besten an einem ruhigen Vormittag.

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